Wir kämpfen seit 1868 für die Sicherheit unserer Bürger.

Zur Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins und der Jahresdienstversammlung der aktiven Mannschaft versammelten sich die Ellinger Floriansjünger vor Kurzem nicht im Schulungsraum sondern in der Fahrzeughalle des Feuerwehrgerätehauses, um die coronabedingten Abstände einhalten zu können. Die Teilnehmer gedachten zuerst ihres verstorbenen aktiven Kameraden Sascha Kugler und ihres langjährigen fördernden Mitglieds Bruno Buff. In seinem Tätigkeitsbericht erinnerte Vorsitzender Karl-Hans Eißenberger daran, dass das traditionelle Bockbierfest 2020 abgesagt wurde zu einem Zeitpunkt, als es noch keine verbindlichen staatlichen Regelungen gab. Er sei heilfroh, dass man den Bedenken und Ratschlägen des Leiters des Gesundheitsamtes, Herrn Dr. Rank, gefolgt sei sonst hätte aus dem Bockbierfest ein zweites Mitterteich werden können. Dank des Einsatzes der IT-affinen Kameraden Silvio Hofmann und Alexander Bichler konnten Vorstandsitzungen und theoretische Übungen per Videokonferenzen durchgeführt werden, wobei zu den virtuellen Übungen auch die Feuerwehren Massenbach und Stopfenheim eingeladen wurden. Ansonsten sei von Vereinsseite nur zu berichten, dass das „Schlachtfest to go“ ein voller Erfolg war und die Aktiven, Passiven und Förderer das Angebot sehr gerne annahmen. Hier galt der Dank Eißenbergers allen Beteiligten, die mit guten Ideen und tatkräftiger Hilfe zum Gelingen beigetragen hatten. Seitens der Feuerwehr habe man auch die Deutschordenskapelle auf dem kurzen Dienstweg unterstützt und die Fahrzeughalle für Proben zur Verfügung gestellt. Im September sei geplant, einen Tag der offenen Tür durchzuführen und auch das Schlachtfest soll wieder stattfinden, in welcher Form werde von den Inzidenzwerten und den dann geltenden Vorschriften abhängig sein.

Kassier Uwe Meyer legte dar, dass sich die Umsätze des Vereins aufgrund der Pandemie in überschaubarem Rahmen gehalten hatten und das Geschäftsjahr mit einem bescheidenen Überschuss abgeschlossen werden konnte. Das Vereinsvermögen werde sich verringern, sobald die Stadt Ellingen den vom Verein zugesagten Anteil für die Beschaffung des Mehrzweckfahrzeugs anfordert. Kassenprüferin Anja Held bescheinigte Kassier Uwe Meyer eine vorbildliche Kassenführung und empfahl der Versammlung, der Vorstandschaft Entlastung zu erteilen. Diesem Vorschlag kamen die Anwesenden nach. Im Anschluss wurden die beiden Kassenprüfer Werner Heller und Anja Merkel in ihren Ämtern bestätigt.

Kommandant Georg Morgott berichtete über 26 Einsätze, davon 9 Brände, 16 technische Hilfeleistungen und 1 Sicherheitswache. Hervorzuheben waren dabei ein Brand in einer Schreinerei und ein schwerer Verkehrsunfall zweier Lkw´s auf der B 2. Aufgrund der Pandemie hielten sich die überörtlichen Ausbildungen in Grenzen; lediglich ein Fahrsicherheitstraining und ein Maschinistenlehrgang konnten absolviert werden. Insgesamt leisteten 368 Einsatzkräfte 498 unentgeltliche Stunden zum Wohl der Allgemeinheit. Bemerkenswert sei auch, dass die Wehr mit neuen Helmen ausgestattet wurde und durch Eigeninitiative von Christian Kaufmann ein Alarmmonitor sowie ein Alarmfax angeschafft werden konnten. Aus Hygieneschutzgründen wurden Trainingsanzüge gekauft, die für dekontaminierte Einsatzkräfte nach Einsätzen zur Verfügung stehen. Für das LF8 wurde eine neue Tragkraftspritze als Ersatz für die nicht mehr wirtschaftlich zu reparierende alte Spritze bestellt. Abschließend bedankte sich Georg Morgott bei der Stadt Ellingen, den Feuerwehrführungskräften und vor allem den aktiven Kameraden und Kameradinnen für den gezeigten Einsatz im abgelaufenen Jahr.

Jugendwart Alexander Bichler legte in einer engagierten Rede dar, dass derzeit die Jugendfeuerwehr zwar nur 2 Mitglieder hat, dass dies aber vor allem darauf zurückzuführen ist, weil 3 Personen vor Kurzen nahtlos in die aktive Wehr übernommen wurden. Bichler zeigte sich zuversichtlich, dass es gelingen wird, junge Menschen auf künftig für die Ideale der Feuerwehren zu begeistern.

Landrat Manuel Westphal und Kreisbrandrat Volker Satzinger blieb es vorbehalten, langjährig aktive Feuerwehrkameraden zu ehren. Georg Morgott und Otto Rabenstein erhielten für 40jährigen aktiven Feuerwehrdienst das goldene Ehrenzeichen und Andreas Heller, Erwin Herrmann und Silvio Hofmann das silberne Ehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst. Landrat Westphal hob den ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehrdienstleistenden hervor, die einen unverzichtbaren Beitrag für die Allgemeinheit leisten und merkte an, dass er gerade eingeschult wurde, als Georg Morgott und Otto Rabenstein der Feuerwehr beitraten. Kreisbrandrat Satzinger gratulierte den Geehrten und bedankte sich bei der Stützpunktfeuerwehr für die Einsätze im Ernstfall und den vorbildlichen Ausbildungsstand.

Für bestandene Ausbildungen und langjährige Dienstzeit wurden durch Kommandant Morgott geehrt bzw. befördert: Valentin Beckler (Fahrsicherheitstraining, 10 Jahre aktiver Dienst, Oberfeuerwehrmann), Markus Bieber (30 Jahre aktiver Dienst), Steffen Donaj (10 Jahre aktiver Dienst), Friedrich Held (30 Jahre aktiver Dienst), Jan Hirschberg (Funkausbildung, Feuerwehrmann), Jan Hoffmann (Feuerwehrmann), Marc Hoffmann (30 Jahre aktiver Dienst, Hauptlöschmeister), Anja Merkel (30 Jahre aktiver Dienst), Julian Müller (10 Jahre aktiver Dienst, Oberfeuerwehrmann), Helmut Popp (20 Jahre aktiver Dienst), Jana Reuter (Truppfrau, Funkausbildung, Feuerwehrfrau), Jakob Schmidtlein (Fahrsicherheitstraining).

Dann begann der Abend der Überraschungen. Zuerst erwischte es Karl-Hans Eißenberger, der für sein Engagement als Vorsitzender (seit 1991), aktiver Feuerwehrmann (seit 2002) und Vorsitzender des Festausschusses zum 150jährigen Jubiläum (2018) mit dem Feuerwehrehrenkreuz in Silber des Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet wurde. Dann war Altbürgermeister Walter Hasl dran, der zum Ehrenmitglied des Feuerwehrvereins ernannt wurde. Vorsitzender Eißenberger hob in seiner Laudatio hervor, dass Walter Hasl in seiner Zeit als Bürgermeister immer ein offenes Ohr für die Feuerwehren gehabt und deren Beschaffungsvorschläge immer unterstützt habe. Dabei habe auch die Feuerwehr immer frühzeitig aufgezeigt, welche Ersatzbeschaffungen notwendig sind und in welchem Umfang sich der Feuerwehrverein an der Finanzierung beteiligen könne.

Walter Hasl war sichtlich überrascht und merkte an, dass es für ihn selbstverständlich war, die Feuerwehren dabei zu unterstützen, wenn es darum ging, die notwendigen Einsatzmittel zu beschaffen, egal ob es sich dabei um ein neues Fahrzeug oder neue Schläuche handelte.

Bürgermeister Obernöder, dankte der Freiwilligen Feuerwehr Ellingen für den unentgeltlichen Einsatz, sicherte weiter die Unterstützung der Stadt zu und merkte schmunzelnd an, dass er in dem selben Jahr geboren wurde, in dem die für 40 Jahre Dienst Geehrten der Feuerwehr beigetreten waren.

Abschließend dankte Eißenberger der Show-Technik Franken, die das notwendige Equipment für die Sitzung im größeren Rahmen zur Verfügung gestellt hatte und hoffte auf eine weiterhin so kameradschaftliche Zusammenarbeit.

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